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Abwasserfront darf nicht bröckeln |
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Freie Wähler werden in der
„Nichtöffentlichen“ Sitzung des
Verwaltungs- Finanz- und Personalausschusses am Mittwoch 24.01.07
kritisch Hinterfragen, in Sachen EVS
und gesplitteten Abwassergebühr. |
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(Mandelbachtal) Die Fraktion
der Freien Wähler im Gemeinderat Mandelbachtal haben einen Antrag in den Rat
eingebracht, wonach der Bürgermeister beauftragt werden soll, in der
Verbandsversammlung des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) die stufenweise
Erhöhung der 30-prozentigen Abwassergebühren von 2007 bis 2012 abzulehnen.
Dazu findet am kommenden Mittwoch eine Nichtöffentliche Sitzung im Rathaus in
Ormesheim statt. Im Vorfeld dieser Sitzung hat sich
die Freien Wähler in Mandelbachtal bei
ihren Treffen in der Öffentlichkeit, mit dem EVS und der neuen
Abwassersatzung der Gemeinde beschäftigt. Fakt ist, so der Vorsitzende der Freien
Wähler Mandelbachtal Gerhard Hartmann, der Bürger wird drastisch zur Kasse
gebeten. Dummerweise hat der Entsorgungsverband (EVS) eine Monopolstellung an
der Saar. Der EVS nutzt diese
gnadenlos aus. Untragbarer Zustand ist auch, dass die von uns gewählten
Bürgermeister eine schlechte Rolle abgeben, nicken die EVS-Vorschläge ab und
kassieren dafür auch noch gute Sitzungsgelder. Bei den öffentlichen Veranstaltungen
haben die Freien Wähler mit Bürger diskutiert und einige Fragen haben sich
ergeben, die auch in der nächsten Ausschuss-Sitzung gestellt werden. Braucht
man für beim EVS zwei dotierte Geschäftsführer mit dem entsprechenden
Personalkegel? Oder müssen auch hier
verdiente Politiker nur unterbracht werden? Aus diesen Gründen, so Hartmann, sagen die großen Volksparteien an der
Saar fast nichts zu den EVS-Plänen, weil sie sonst einigen Parteifreunden
in die Schusslinie geraten würden. Warum
muss der EVS in der Presse und im
Rundfunk eigentlich soviel Werbung
machen? Von
Vorteil für die kommunalpolitischen Gremien für wäre zu erfahren ob es Vergleichszahlen zu anderen Abwasserentsorgungsverbänden
gibt, um eine bessere Kostenübersicht zu erhalten. Bei
der FWG stößt auf völliges Unverständnis die Wiedereinführung der An-, Um-
und Abmeldegebühr für Abfallgefäße, die von den Bürgermeistern mitgetragen
wurde bei der letzten Verbandsversammlung. Hatte
man im Jahr 1999 diese Gebühr von damals 42,10 DM abgeschafft, wohl im
Hinblick auf die Einführung der Biotonne, so muss nach Wiedereinführung der
Bürger pro Gefäß 22 Euro berappen. Bei Bürgern, die eine Bio- und eine
Restmülltonne An, - Ab- oder Ummelden sind dies 44 Euro. Bei einem Umzug in
eine andere Gemeinde gleich das Doppelte. Bei diesem Punkt will man wissen,
was mit dem Geld passiert? Es
festigt sich der Eindruck, das man Chaos im System verursacht um
kräftig Geld zu verdienen. Ein
weiterer Punkt wäre zu erfahren, wie die zukünftigen EVS- Pläne aussehen für
die Abfallwirtschaft. Hier denken die
Freien Wähler an eine Entleerung nach Bedarf. Die Freien Wähler an der SAAR, fordern diesbezüglich landesweit alle
saarländischen Kommunalpolitiker auf sich nicht dem Diktat der Parteien in
den kommunalpolitischen Gremien zu beugen und nur seinem eigenen Gewissen zu
folgen und gegen eine Erhöhung der Abwassergebühren zu stimmen, damit die
Abwasserfront gegen das Land nicht bröckelt, so Hartmann der auch Stellvertreter im FW/FWG - Landesverband SAAR
ist.. Gesplittete
Abwassergebühr
Bei
der Sitzung am Mittwoch wird die FWG auch
ansprechen, die Taktiererei
durch die Organe der Technischen Werke Mandelbachtal (TeWeMa). Diese
haben unter dem Vorsitz vom CDU-Bürgermeister Keßler am 12. Dezember im stillen Kämmerlein eine neue
Gebührensatzung für Frisch – und Abwasser beschlossen und zum 01.01. 2007 in Kraft gesetzt. Bürgermeister
Keßler hat sich diesbezüglich nicht mit Ruhm bekleckert, was die gelobte
Transparenz an geht. Nicht
einmal für notwendig hat dieser es
gehalten, bei der letzten Gemeinderatsitzung alle vertretene Fraktionen
öffentlich am Ratstisch zu informieren über diesen Schritt. Hier
zeigt sich, das mit dem Instrument Zweckverband innerhalb einer Kommune, die mittelbare Demokratie aufgeweicht. So
können bei Thema Gebühren diese und clever an den kommunalpolitischen
Gremien vorbei beschlossen werden. Mandelbachtaler
Bürger sollte wissen, so Hartmann,
dass die Verbandversammlung, die sich aus dem Bürgermeister der
Gemeinde Mandelbachtal und je sechs Mitgliedern des Gemeinderates (aus CDU
und SPD) und der Saarbrücker Stadtwerke zusammensetzt, die kleinen Fraktionen
im Rat nicht mitbestimmen dürfen. Von
Bedeutung, so Hartmann, wäre im nächsten Ausschuss zu erfahren von dem TeWeMa
- Vorsitzenden Keßler, wie sich die zukünftigen Abschlagszahlungen für
Frisch- und Abwasser gestalten. Hier
sei die Frage erlaubt, so Hartmann, auf
welcher Grundlage sich die zukünftigen zweimonatige Abschlagszahlungen vom Bürger zu leisten sind. Wird
diesbezüglich, die alte Regelungen angewendet sprich über den tatsachlichen Wasserverbrauch Abschläge eingefordert oder wird nach der neuen Satzung, die Abwasser sowie eine
Niederschlagswassergebühr in Höhe von 62 Cent vorsieht, in den Abschlägen zu bezahlen sind? Sollten
zukünftigen Abschlagszahlungen nach dem neuen Regelwerk in Rechnung gestellt
werden, wäre für die
Grundstückseigentümer von großem Interesse zu erfahren, für welche
versiegelten Flächen Gebühren zu zahlen sind. Die
Freien Wähler geben zu bedanken, dass seit der Erhebung im Jahr 2001 einige Eigentümerverhältnisse sich in der
Gemeinde geändert haben, neue Grundstückseigentümer von Daten die 2001 die
ermittelt wurden überhaupt keine Kenntnis haben. Auch wurde auf vielen
Grundstücken Flächen wie, Wege und Einfahrten entsiegelt oder der
Bürger sammelt Regenwasser in
Zisternen und Behältern um
Niederschlagswassergebühr einzusparen. Hier
möchten die Freien Wähler wissen ob diese Änderungen nach der Datenerhebung
2001 durch die TeWeMa berücksichtigt
wurden. Von großem Interesse ist auch zu erfahren mit welchen Kosten
die Gemeinde zu rechnen hat, so FWG -Fraktionsvorsitzende Hartmann. |