EVS auf die Fingerchen klopfen!

Freien Wähler im Gemeinderat Mandelbachtal haben einen Antrag zur Diskussion in den Gemeinderat eingebracht um den Bürgermeister zu beauftragen, in der Verbandsversammlung des EVS die stufenweise Erhöhung der Abwassergebühren im Zeitfenster 2007 – 2012 abzulehnen.

(Mandelbachtal) Der Entsorgungsverband Saar (EVS) besitzt im Saarland eine Monopolstellung und plant eine dramatische Anhebung der Abwassergebühren. Begründet wird dieses damit, dass der Wasserverbrauch zurück geht.
Mandelbachtaler Bürger haben 10 Prozent weniger Trinkwasser verbraucht - wie auch alle saarländischen Bürger getan haben- verhalten sich umweltbewusst, produzieren weniger Schmutzwasser und sollen dafür abgestraft werden mit einer gut 30 prozentigen Gebührenerhöhung bis 2012.
Insgesamt ist das Verfahren kontraproduktiv, sollten Gebührenerhöhungen vorgenommen werden, wird der Bürger immer mehr Wasser sparen, der EVS wird die Gebühr wohl noch stärker erhöhen, um seine falsch dimensionierten Anlagen erhalten zu können, so Gerhard Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Gemeinderat Mandelbachtal.
Nach der Einführung des Euro mit z.T. drastischen Preiserhöhungen, Steuererhöhungen und gestiegenen Beiträgen zur Krankenversicherung, die allgesamte einhergehen mit Renten und Real-Lohnkürzungen hält jetzt wieder der Entsorgungsverband Saar (EVS) die Hand auf. Der EVS schreibt wegen zu hoher Fixkosten tiefrote Zahlen.

Solange Kanalprojekte wie in Heckendalheim durchgepeitscht werden, wo die Fäkalien bergab und bergauf gepumpt werden,“ nach Fertigstellung eines sündhaft teuren Bauwerks sofort mit der Nachbesserung für ein Fünftel der davor ausgegebenen Bausumme begonnen wird,  zeigt wie „planlos“ der EVS arbeitet.

Auch werden  EVS Gelder in Aufklärungskampagnen verschwendet, die ihren Namen nicht verdienen.  Mit den Erfahrungen und dem Hintergrund  die Bürger mit dem EVS gemacht haben sollte der Gemeinderat ein klares kommunalpolitisches Signal setzen  und die geplante Abwassererhöhung ablehnen.  

 

Es wird Zeit den Damen und Herren beim  EVS die „Rote Karte“ zu zeigen und auf die Fingerchen zu klopfen, so Hartmann.

Ebenso ist zu bemängeln, dass die private Anfuhr von sogenanntem Siedlungsabfall zu den Entsorgungsanlagen unverschämt verteuert wurde. Neben der Erhöhung des Preises für Anfuhr bis 200 kg von 7,50 €uro auf 40.-€uro, das entspricht eine Verteuerung von 533,33 %, ist auch der Tonnenpreis, begründet mit der Erhöhung der Mehrwehrsteuer von 182.-€uro auf 202,30€uro gestiegen.
Das entspricht einer Steigerung von 11 %! Die Mehrwertsteuererhöhung um 3 Prozentpunkte hat eine Endpreiserhöhung von knapp 2,6% zur Folge. Dementsprechend wäre der richtige Preis 186,70€uro.

Auch ist an die Gebühr zur Ummeldung von Mülltonnen hinzuweisen. So wurde in der letzten EVS-Verbandsversammlung 2006 mit Unterstützung der Bürgermeister des Saarlandes eine Gebühr von 22.- €uro einfach durchgewunken.

„Der Geldbeutel der Bürger ist kein Selbstbedienungsladen für den EVS“, so Gerhard Hartmann.