FWG Saarpfalz bleibt
dabei:
Beschlüsse im Biosphärenzweckverband
waren nicht korrekt!
Saarpfalz-Kreis.
'CDU-Mann Kempf sollte das ganze Gesetz lesen, bevor er die Bürger mit dem
Zitat von einzelnen Ausschnitten in die Irre führt.', sagt Christian Haag, Vorstandsmitglied
der FWG Saarpfalz zu der jüngsten Stellungnahme der CDU. Diese hatte behauptet,
die Beschlüsse des Biosphärenzweckverbandes seien korrekt gelaufen.
'Der erste Absatz des
von Herrn Kempf zitierten §13a des Gesetzes zur kommunalen Zusammenarbeit
lautet wörtlich: Die Stimmen der Verbandsmitglieder in der Verbandsversammlung
werden einheitlich durch die gesetzliche Vertreterin oder den gesetzlichen
Vertreter abgegeben, soweit eine Weisung vorliegt.', so Haag weiter.
Damit steht für den
FWG-Vorstand fest, dass ohne Weisung gar nicht abgestimmt werden darf. Die
Beschlüsse können deshalb keine Gültigkeit erhalten haben. Die CDU-Schelte geht
für die Freien Wähler deshalb ins Leere.
Mit Unverständnis
reagieren die Freien Wähler auch auf Kempfs Ausführungen zur Bürgerbeteiligung
und Offenheit des Biosphärenzweckverbandes. Christian Haag hierzu: 'Die
Verbandsversammlung wird nur von Parteileuten und politischem Proporz regiert.
Ich frage mich, was dies mit Bürgerfreundlichkeit zu tun haben soll.'
Die FWG Saarpfalz
kritisiert in diesem Zusammenhang, dass man die Bürger gar nicht gefragt habe,
ob sie damit einverstanden sind, dass ihr Umfeld eine Biosphärenregion wird.
Denn ein so wichtiger Einschnitt in die Belange der Bürger, wie es eine
Biosphärenregion darstellt, sollte nach Ansicht der Freien Wähler nur nach
einer qualifizierten Bürgerbefragung durchgeführt werden.