Freie Wähler fordern
Schutzimpfung für die Freiwillige Feuerwehr.
Die Gemeinde möge auf
freiwilliger Basis die Jugendfeuerwehr und aktiven ehrenamtliche Feuerwehrleute
impfen gegen Hepatitis A und B.
Mandelbachtal. Die Freien Wähler haben beim Bürgermeister beantragt die aktive Freiwillige Feuerwehrleute ein Impfprogramm aufzulegen. Nach Meinung des
Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler im Gemeinderat Gerhard Hartmann ist
dieses zwingend notwendig.
Wenn eine Gemeinde Freiwillige ruft um damit ihrer originären Aufgabe des Brandschutzes und der
allgemeinen Hilfe eine unterstützende Funktion im Katastrophenschutz zu
Erfüllung der muss auch den Euro
in die Hand nehmen um dieses ehrenamtlichen Personenkreis nicht nur
funktioniertes Gerät an die Hand zu geben sondern auch für einen optimalen
Gesundheitsschutz sorgen.
Wer Einsätzen in Überschwemmungsgebieten wie z.B. an der
Blies, bei denen Angehörige der
Freiwilligen Feuerwehren und andere Hilfskräfte an Bergungs- und
Aufräumarbeiten sowie beim Auspumpen fäkalienbelasteter Abwässer aus Kellern
und Gebäudeteilen beteiligt sind, kann das Risiko, mit Krankheitserregern wie
Hepatitis A direkt in Berührung zu kommen, stark erhöht sein, der muss aus
Fürsorgegründen dafür sorgen das die
Feuerwehrleute den besten Impfschutz bekommen soll, so Hartmann.
Bei der Flutkatastrophe in Deutschland 2002, wo in vielen
Situationen eine Exposition mit Hepatitis A- und B-Viren nicht nur möglich,
sondern sogar sehr wahrscheinlich gewesen sei, fordern Fachleute diesen wichtigen
Impfschutz für die Freiwillige Feuerwehr, was für die Berufsfeuerwehr bereits
die Regel ist.
Es darf diesbezüglich keine Unterschiede, eine zwei
Klassengesellschaft geben, so der Vorsitzenden der Freien Wähler Gerhard
Hartmann.
Zum einen gebe es in Notfallsituationen mit Hochwasser und einem
Zusammenbruch des Abwassersystems – etwa bei Krankenhäusern – genügend
Möglichkeiten, sich mit Hepatitis A-Viren zu infizieren. Zum anderen seien
Feuerwehrleute häufig die ersten Helfer, die bei schweren Verkehrsunfällen
tätig würden. Dort hätten sie häufig Kontakt mit blutenden Menschen und damit
ein erhöhtes Risiko, sich mit Hepatitis B-Viren zu infizieren.
Berufsfeuerwehrleuten würden schon seit einigen Jahren die
Impfungen angeboten. Bei den Angehörigen der freiwilligen Feuerwehren, die den
Löwenanteil der knapp 1,5 Millionen Menschen in diesem Bereich stellten, sei
dies aber bisher nicht der Fall.
Aus arbeitsmedizinischer Sicht sei das nicht akzeptabel, so Hartmann, da sich die Tätigkeiten bei
freiwilligen und professionellen Helfern nicht unterscheiden.
Die Gemeinde,
so Hartmann möge nach Abstimmung mit der Wehrführung ein Sofort –Impfplan erarbeiten
für die Feuerwehrleute, mit der Absicht
zumindest rasch für ein Teil der Einsatzkräfte einen ausreichenden
Infektionsschutz sicherzustellen.
Alle weiteren
notwendigen Impfungen sollten Schritt
für Schritt in den nächsten 2 Jahren umgesetzt werden. Weiterhin
möge die Gemeindeverwaltung dafür sorge tragen, dass alle ehrenamtliche Feuerwehrleute / Jugendfeuerwehr über die Gefahren aktenkundig belehrt werden und auf und die Möglichkeit einer kostenlosen Impfung auf freiwilliger Basis hingewiesen werden.
Zudem
regt die Fraktion der Freien Wähler an
in Abstimmung mit den
Verantwortlichen im Saarpfalz Kreis, einen
einheitlichen Grund-Impfstatus
für alle ehrenamtlichen Feuerwehrleute
zu erarbeiten und diesen
verbindlich festzulegen.
Eine
kombinierte Hepatitis A-/B Impfung würde die Gemeinde pro Ehrenamtlichen ca. 140€ kosten. Die Freien Wähler haben
angeregt sich ein Teil der Kosten über
den Saarpfalz Kreis und dem Land
zurückzuholen.