Freien
Wähler haben in ihrer Mitgliederversammlung am 26. Mai 2008 einen neuen
Vorstand gewählt.
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Lokal
handeln im Zeitalter der Globalisierung
Freie Wähler (FWG) Mandelbachtal
bestätigen Gerhard Hartmann im Amt.
Der 50-jährige Berufssoldat Gerhard Hartmann aus Ommersheim, der seit dem Jahr 2000 Vorsitzender des FWG – Gemeindeverband Mandelbachtal ist, wird auch in den nächsten zwei Jahren
an der Spitze der Freien Wähler stehen. Die Wiederwahl Hartmanns durch die Mitglieder erfolgte einstimmig. Ihm zur Seite stehen der pensionierte Fernmeldeoberamtsrat Hansi Stolz
aus Heckendalheim, der in Personalunion die Aufgaben des Stellvertreters und Schriftführers übernimmt, sowie der 50-jährige Polizeibeamte Michael Flieger aus Habkirchen als Kassenwart.
Der Vorstand wird ergänzt durch die Beisitzer Siegfried Wannemacher aus Ommersheim und Gerhard Irle aus Heckendalheim.
„Bürgerliche Vernunft statt parteipolitische Unvernunft“
Hartmann dankte den Mitgliedern für das ausgesprochene Vertrauen. Er danke aber auch all denen, die sich in den heutigen schwierigen Zeiten in ihrer Heimat kommunalpolitisch engagieren,
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sich als Bürger „einmischen“ ohne im Besitz eines
Parteibuches zu sein. Die Freien Wähler sehen sich als echte Alternative zu
den etablierten Parteien und sehen sich als „Anwalt für den Bürger“ ohne
dabei auf parteipolitische Befindlichkeiten auf Bundes- und Landesebene
Rücksicht nehmen zu müssen. Bei Kommunalwahlen haben Freie Wähler, wenn sie
sich aus engagierten und kompetenten Mitgliedern ekrutieren, gute Chancen in
die Räte zu kommen. Unter dem
Leitsatz „Bürgerliche Vernunft statt parteipolitische Unvernunft“ wird die
FWG – Mandelbachtal bei der Kommunalwahl 2009 antreten. Alle Bürger die sich
kommunalpolitisch engagieren und aktiv in die Geschicke ihrer Gemeinde
eingreifen wollen, sind herzlich willkommen. |
„Global
denken – Lokal handeln!“
In seinem Tätigkeitsbericht ging Hartmann auch auf die Arbeit im Gemeinderat ein. Nach der letzten
Kommunalwahl 2004 haben die Freien Wähler unter Hartmann und Flieger zahlreiche
lokalpolitische Themen aufgegriffen und zahlreiche Bürgeranträge dazu
eingebracht. Bedauerlicherweise wurden viele der guten Ideen am Ratstisch in
der „Luft zerrissen“, wurden barsch abgebügelt. Interessanter Weise ist
festzustellen, das nach einiger Zeit diese Ideen als Kreationen der
Verantwortlichen in den Körperschaften eine Wiederauferstehung erfahren.
Keinerlei Verständnis zeigen die
Freien Wähler bei der Problematik Erhöhung von Steuern und Abgaben, ohne dem
Bürger dabei ein mehr an adäquate
Gegenleistung bieten zu können.
Als Paradebeispiel dient zum Beispiel der „Abzocker-Irrsinn“ des politisch – durchsetzten EVS, bei der Verteuerung der Entsorgung von Abwasser und Müll.
Scharf kritisiert Hartmann das Versagen der Verantwortlichen in den Körperschaften der Verkehrspolitik. Es wird noch immer viel zu wenig getan! So werden Forderungen nach einem Mandelbachtaler Verkehrskonzept – wiederholt von den Freien Wählern artikuliert- einfach ignoriert. Anträge für wirksame Verkehrsberuhigungen, um den ungebremsten Durchgangsverkehr in den Griff zu bekommen, treffen nur auf sinnentleerte Ausreden. Initiativen mit der Thematik „innerörtliche Verkehrsbelastung durch mautprellende Schwerlaster“ wurden noch nicht einmal auf die Tagesordnung des Gemeinderates gesetzt. Erneut ermahnte Hartmann die Körperschaften, das Problem ernst zu nehmen anstatt es auszusitzen.
Neben den Formalitäten bei der
Mitgliederversammlung wurde auch über die beabsichtigte Abschaffung der
Fünf-Prozent-Klausel im Saarland gesprochen. In einem Vortrag wurden die
unterschiedlichen Auszählverfahren näher vorgestellt, die in der Vergangenheit
bei Kommunalwahlen angewendet wurden.
Trotz der kommenden Abschaffung der
Fünf-Prozent-Klausel (Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom
13.02.2008), findet in der „Demokratiehochburg“ Saarland die Sitzverteilung in
den Räten bei der Kommunalwahl vermutlich auch weiterhin nach dem
Höchstzählverfahren „Dhondt“ statt.
Dieses Verfahren benachteiligt in der Vergangenheit
die kleinen Wählervertretung zugunsten der starken Wählergruppen bei der
Sitzverteilung in den Räten aber auch der Ausschüsse des
Gemeinderates.
Die Anwendung des Höchstzahlverfahren führte
häufig dazu das trotz einem erreichten
Wahlergebnis über Fünf-Prozent dennoch ein Einzug in den Rat nicht erfolgte.
Die Freien Wähler SAARLAND
fordern daher im Änderungsprozess des Kommunalselbstververwaltungsgesetz (KSVG) der geplanten Abschaffung der Fünf-Prozent-Klausel, auch
die
Änderung des
Auszählverfahrens. Hare/Niemeyer (Quotenverfahren) wäre aus Sicht der Freien Wähler gerechter.
Besser wäre bei Kommunalwahlen zu Kumulieren
(Wähler kann mehrere Stimmen auf einen
Kandidaten abgegeben) bzw. Panaschieren ( Wähler verteilt mehrere verfügbare
Stimmen auf Kandidaten unterschiedlicher Listen), wie es bereits in 12 Bundesländern mit Erfolg angewendet
wird, so FWG -Vorsitzende Gerhard Hartmann.