01. Januar 2007
(02-2007)
Dem Bürger nicht zuzumuten
Wer
mit Wasser spart wird bestraft.
Der Freie Wähler kritisiert die Ankündigung zur Preiserhöhung des
Entsorgungsverbandes.
(Mandelbachtal) In der
Dezembersitzung des Gemeinderates wurden die Wirtschaftspläne 2007 des EVS,
getrennt nach den Sparten Abfall und Abwasser vorgestellt. Auf geteiltes Echo
stößt die neue Öffentlichkeits-Offensive des
EVS bei den Freien Wählern (FWG)Mandelbachtal.
Nach
Teuro, Steuererhöhungen und gestiegenen Beiträgen zur Krankenversicherung, die
allesamt einhergehen mit Renten und Reallohnkürzungen, hält jetzt
wieder der Entsorgungsverband Saar (EVS) die Hand auf. Angekündigt ist eine
Steigerung der Abwassergebühren um 30 Prozent. Der EVS schreibt wegen zu hoher
Fixkosten tiefrote Zahlen. Da fragt sich doch der Gebührenzahler, wie fix diese
Kosten wirklich sind, so FWG-Vorsitzende Gerhard Hartmann.
Seiner Meinung nach fehlt dem Entsorgungsverband die
nötige Transparenz, weshalb die saarländischen Verbraucher dessen
Entscheidungen nicht nachvollziehen können. Dagegen bringt sich der EVS mit
überteuerten Gebühren ins Bewusstsein. Durch die angekündigte
Abwassergebührenerhöhungen sieht sich der die FWG Mandelbachtal bestätigt, dass der EVS die Sparsamkeit der
Privathaushalte bestraft, in dem er den Rückgang des Wasserverbrauchs mit
erhöhten Kosten quittiert.
„Die
Saarländer sind eine besonders gebeutelte Bevölkerung. Denn man zahlt im
Energieerzeugungsland Saarland die höchsten Strompreise und nun auch die mit höchsten
Abwassergebühren Deutschlands. Folglich müssten die Verbraucher den Wasserhahn
nur noch laufen lassen, dann käme ihnen dies deutlich günstiger" so
Hartmann.
Die FWG Fraktion wird einen Eintrag in den Rat einbringen wonach Bürgermeister Keßler den Auftrag erhalten
solle bei der nächsten EVS-Verbandsversammlung die Gebühren-Notbremse für die geplante Gebührenerhöhung zu ziehen
und nicht einfach die Gebührenerhöhung durchzuwinken. Angesichts der zunehmenden sozialen Not
sollten die Gebühren für Abwasser und Müll deutlich gesenkt werden.
Die EVS-Gelder müssen auch nicht in Aufklärungskampagnen verschwendet werden,
die ihren Namen nicht verdienen. Der Geldbeutel der Bürger sei diesbezüglich kein
Selbstbedienungsladen, so Hartmann.