15.11.2007
Freie Wähler (FWG) gegen Wasserentgelt
Freie
Wähler fordern alle Fraktionen im Gemeinderat Mandelbachtal auf
sich mit einer Resolution gegen
den Wasser-Cent der saarländischen Landesregierung auszusprechen.
(Mandelbachtal) Am 21.
November 2007 beschäftigt sich der saarländische Landtag mit der Einführung
eines einheitlichen Grundwasserentnahmeentgelt – voraussichtlich sieben
Eurocent- zuzüglich zum Wasserpreis. Die Freien Wähler im Rat sehen dieses als
Sondersteuer, die aus ökologischer Sicht unsinnig ist,
so der FWG- Fraktionsvorsitzende
Gerhard Hartmann.
Die erzielten Einnahmen
dieser Sondersteuer sollen in den
allgemeinen Landeshaushalt fließen.
Dieses ist eine reine
Abzocke und ein unverschämter Griff der CDU-Landesregierung in den Geldbeutel der Bürger. Es entsteht
der Eindruck die erzielten Einnahmen mit unter anderem zu verwenden um den
desolaten saarländischen Finanzhaushalt zu sanieren und ein paar Ministerialbeamte besser zu
bezahlen. Dieses ist mit den Freien Wählern
nicht zu machen, so Hartmann.
Diese
Zweckentfremdung zu Lasten der Bürger
ist nicht vertretbar.
Zudem sind die geplanten sieben
Eurocent Zuschlag auf den Wasserpreis für einen Kubikmeter Wasser
ohnehin die von Preissteigerungen
betroffener Bürger nicht mehr zuzumuten,
so heißt es im Antrag der FWG-Fraktion,
der kurzfristig bei der letzten Gemeinderatssitzung Bürgermeister Keßler
übergeben wurde.
Die in der EU-Richtlinien
vorgesehene Regelung für Umwelt- und Ressourcenkosten beziehen sich aber auf Abgaben
für den Schutz der Naturressource Wasser. Diese vorgesehene
Zweckentfremdung dieser Sondersteuer durch die Landesregierung, zu Lasten der Bürger, ist schon aus diesem
Grund nicht vertretbar.
Aus Sicht FWG- Fraktion im Gemeinderat wäre auch für die Technische Werke Mandelbachtal (TeWeMa) der zu leistende administrative Aufwand sehr
groß um zu ermitteln, wie der Pauschalbetrag - sprich Kopfpauschale von 35
Kubikmetern Wasser frei- dann danach
umgelegt werden soll.
Zudem werden
datenschutzrechtliche Probleme angemahnt,
wenn die TeWeMa Daten erheben müssen,
wie viele Personen in einem Haus hinter einer Wasseruhr Trinkwasser
beziehen. Außerdem stehe eine
bundeseinheitliche Regelung in ca. zwei Jahren noch einmal an, die dann die
Gemeinde erneut bezahlen müsste.
Die Freien Wähler haben in
dieser Sache einen beratenden Reulotionsentwurf dem schriftlichen Antrag beigefügt,
der nun bei der nächsten Sitzung des Verwaltung- Finanz- und
Personalausschusses mit allen
Fraktionen im Rat beraten werden soll.