Pressemitteilung
15.07.2007
Freie Wähler Mandelbachtal bleiben am Ball
Bei
der letzten FWG-Mitgliederversammlung in Heckendalheim wurde öffentlich Stellung zu kommunalpolitischen
Themen in der Gemeinde genommen –
Kritik an Bürgermeister Keßler -
(Mandelbachtal) Rege
kommunalpolitische Basisarbeit musste man dem Vorsitzenden der FWG
Mandelbachtal, Gerhard Hartmann, aufgrund seines Tätigkeitsberichtes
bestätigen. Neben der unmittelbaren Mandatswahrnehmung, standen dabei die
kommunalpolitischen Stammtischtermine im Vordergrund. Diese sollen auch künftig
in 4-6 Wochen Abständen so beibehalten werden. „Wir haben uns die Aufgabe
gestellt, über die den Bürger unmittelbar betreffenden Beschlüsse des
Gemeinderates mit deren Folgen intensiv zu informieren“, dies stellte der
FWG-Vorsitzende Hartmann in seinem Bericht heraus. Breiten Raum nahmen daher
die aktuellen kommunalpolitischen Themen in der Gemeinde Mandelbachtal
ein.
Neue
Wasser- und Kanalgebühren.
Während
die neu eingeführte „Niederschlagswassergebühr“ die Folge einer gerichtlichen
Vorgabe ist, stößt der Wegfall eines begünstigten Anteiles bei der Frisch- und
Abwassergebühr bei der FWG auf eindeutiges Unverständnis. Die neuen Kosten und
Gebühren wurden von der Versammlung des Zweckverbandes „TeWeMa“, zu welcher die
FWG Mandelbachtal mit einem rücksichtslosen Sitzzuteilungsverfahren kein Sitz
zugestanden wurde, beschlossen. Hartmann hatte dieses Vorgehen als äußerst
undemokratischen Akt scharf kritisiert. Bei der Datenerhebung zur Einführung
der Niederschlagswassergebühr im Jahre 2001 hatten mehrere FWG-Mitglieder die
Bürger unterstützt. Jetzt will die FWG bei der empfohlenen Kontrolle der
Gebührenbescheide, den Bürgern auch Unterstützung anbieten. Die FWG-Fraktion
soll erwägen, die Wiedereinführung des begünstigten Kostenanteiles bei den
Frischwasser- und Abwassergebühren, zu beantragen.
Verkehrsberuhigung
an Hauptdurchgangsstraßen in Mandelbachtal.
Von
den Ortsteilen Heckendalheim, Habkirchen, Ommersheim und Erfweiler-Ehlingen
werden seit geraumer Zeit konkrete Verkehrsberuhigungsmaßnahmen angestrebt. In
den übrigen Mandelbachtaler Ortsteilen besteht das gleiche Problem der ständig
zunehmenden Beeinträchtigung und Gefährdung der Bewohner an Durchgangsstraßen.
Für die FWG Mandelbachtal ist es unerträglich, dass diese, allzu begründeten
Bestrebungen in aller Regel durch behördliche Einreden bzw. Vertrösten der
Bürger wegen angeblich offener
Zuständigkeitsfrage, bereits im Vorfeld systematisch abgeblockt werden. Ja noch
nicht einmal von engmaschigen Geschwindigkeitskontrollen zum Schutz der
Anwohner der betroffenen Straßen ist bislang nichts zufriedenstellendes zu
verzeichnen, so der Vorsitzende.
„Hände
weg von der Erhöhung der Steuer-Hebesätze in Mandelbachtal“ so Hartmann.
Überrascht und aufgebracht zugleich waren die
Versammlungsteilnehmer über eine ins Auge gefasste Erhöhung der Grund-, Gebäude
und Gewerbesteuer-Hebesätze. In eine Zeit, in der Rundschläge von
Kostenerhöhungen an der Tagesordnung sind, bei den Leistungen jedoch durchweg
zurückgeschraubt wird, ohne Beherrschung Schulen geschlossen werden, die
Hausanwesen mit Straßenlärm und Gefährdung der Bewohner realen
Wertminderungen widerstandslos ausgesetzt werden, passen auch dieserart
Steuererhöhungen keineswegs.
Neue
Benutzungsgebühren für die gemeindlichen Räume.
Grundsätzlich richtig wurde grundsätzliche die
Abkoppelung der Gebühren vom Getränkeverkauf beurteilt. Leider ist in den
derzeitigen Vorlagen der Getränkeverkauf aus vertraglichen Gründen noch nicht
in allen gemeindlichen Anlagen gleich geregelt. Die Nutzung der davon
betroffenen Räume wird für künftige Nutzer nur schwer praktikabel sein. Die
neue Gebührenregelung ist teilweise mit enorm höheren Kosten für die Benutzer
verbunden. Die Freien Wähler befürchten durch diese unausgewogene
Gebührenregelung einen Rückgang der Nutzung der gemeindlichen Räume, mit der
Folge einer weiteren Verringerung der Rentabilität.
Einstimmig war die Einstellung der Mitglieder zu
diesem Thema: Keine Verlängerung der bestehenden Landebahn in Richtung
Ommersheim. Die Erfüllung der Sicherheitsauflagen durch Verbreiterung der
beiderseitigen Landebahn-Sicherheitsflächen sind von dieser Ablehnung nicht
betroffen. Nach Vorliegen der angekündigten Machbarkeitsstudien zur
Landebahnverlängerung will sich die FWG Mandelbachtal erneut mit dem Thema
befassen.
Bei
der Mitgliederversammlung ging Hartmann
auf Zuständigkeiten in der Gemeinde ein. Es kann nicht sein, weil man
als Gemeinde auf der untersten
Gliederungsebene im Staat steht
berechtigte Bürgeranliegen,
insbesondere Anträge die durch die FWG-Fraktion eingebracht wurden, durch den Bürgermeister, der Herr in diesem
Verfahren ist, nicht auf die Tagesordnung des Gemeinderates gesetzt
werden.
Wir bitteschön soll dann
„Basisdemokratie“ funktionieren?
Letztendlich, so Hartmann, ist der
Bürgermeister mit seiner Verwaltung für alle Belange und Eingaben der
Bevölkerung zuständig.
Die Verwaltung muss in den
Schubladen ein Geschäftsverteilungsplan haben,
den der Bürger nun wirklich nicht kennen kann und muss, und die
angesprochene unterste Verwaltungsebene
muss dem Bürger zur Hand gehen,
und berechtigte Anliegen eben an die
zuständige Stelle weiterleiten und diese Anträge weiterhin begleitend
beistehen.
Es
entsteht der Eindruck das Bürgeranliegen so lange zwischen den
Gliederungsebenen der öffentlichen Verwaltung „hin“ und „her“ geschoben werden, bis sie im Sand verlaufen sind. Möglicherweise ist das sogar die dahinter stehende Absicht des
CDU-Bürgermeisters, so Hartmann.