SZ Lokal IGB 06.07.07

Keßler setzt sich durch

 

Von SZ-Redakteur Carlo Schmude

 

Bürgermeister Herbert Keßler (CDU) und die Mehrheit des Mandelbachtaler Gemeinderates blieben hart. Die Resolution der Freien Wähler gegen Maut prellende Lkw auf einigen Straßen der Gemeinde wurde am Mittwochabend gar nicht erst beraten. Zum verbalen Schlagabtausch kam es dennoch.

 

 Ormesheim. Für eine hitzige Atmosphäre in der eher Routine-Themen gewidmeten Sitzung des Mandelbachtaler Gemeinderates am Mittwochabend im Rathaus in Ormesheim sorgte erwartungsgemäß ein Thema, das gar nicht auf der Tagesordnung stand. Nachdem Bürgermeister Herbert Keßler (CDU) dem Antrag von FWG-Fraktionschef Gerhard Hartmann, die Verkehrsbelastung einiger Gemeindestraßen durch zunehmenden Lkw-Verkehr zu beraten, schon im Vorfeld der Sitzung nicht entsprochen hatte (wir berichteten), versuchte Hartmann, das Thema in Form einer "Dringlichkeits-Resolution" auf die Tagesordnung zu bringen. Dieser Vorstoß scheiterte an der Rats-Mehrheit. Um einen Punkt kurzfristig auf die Tagesordnung des Gemeinderates zu bringen, muss der Rat die Dringlichkeit anerkennen und mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit zustimmen. Bei 16 Gegenstimmen aus CDU-Fraktion und Grünen erreichte der Antrag mit zehn Stimmen von SPD und FWG noch nicht einmal eine einfache Mehrheit. Zum Ende der Sitzung wurde der Tagesordnungspunkt "Mitteilungen und Anfragen" von beiden Seiten genutzt, um noch einmal kräftig nachzukarten. Gerhard Hartmann räumte zwar ein, dass der Bürgermeister formell und nach dem Kommunal-Selbstverwaltungsgesetz (KSVG) richtig gehandelt habe. Im Sinne einer transparenten Kommunalpolitik sei er jedoch enttäuscht. Der Bürgermeister sei offenbar nicht willens, der Landesregierung auf die Füße zu treten. Bürgermeister Herbert Keßler wies noch einmal auf die Einschätzung der Kommunalaufsicht beim Saarpfalz-Kreis hin, dass seine Entscheidung, die Anträge der FWG-Fraktion wegen Nicht-Zuständigkeit nicht auf die Tagesordnung von Gemeinderatssitzungen zu nehmen, rechtmäßig sei. Peter Kochanek (SPD) sprach jedoch eine Inkonsequenz an: In Ortsräten wie zum Beispiel in Habkirchen habe das Thema schon auf Tagesordnungen gestanden.