Unsinnige Flughafenausbauplanung
Die öffentliche  Ankündigung von Ministerpräsident Peter Müller, dass  das Saarland eine Zukunft mit einem  leistungsfähigen Flughafen braucht, stößt auf Kritik bei den FREIEN WÄHLERN  im Saarland.

(Mandelbachtal)  Die vollmundige Ankündigung von Ministerpräsident Müller stößt bei Anrainern des Flughafens Saarbrücken, wesentlich bei den Bürgern in Mandelbachtal, nicht auf positives Gehör. Grundsätzlich ist gegen die Ideen der Landesregierung, das Saarland wirtschaftlich voran zu bringen, nichts einzuwenden  so Gerhard Hartmann, Stellvertretender Landesvorsitzender der FREIEN WÄHLER an der Saar.  Nur beim Thema Flughafen Saarbrücken halten viele Bürgerinnen und Bürger nichts von „Aktionismus“ und „Schnellschüssen“, die viel Geld kosten, das Land aber fast nicht voran bringen.

Laut Hartmann scheint die beim Neujahrsempfang am 10. Januar in der Saarlandhalle durch Ministerpräsident Müller vorgestellte Idee der Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens Saarbrücken im Rausch des Sylvesterabends entstanden zu sein.Es ist unerträglich wie der Landesvater versucht, sich ein sündhaft teures politisches  Prestige-Objekt zu schaffen das einzig dazu geeignet scheint, die CDU-Landesregierung politische Erfolge zu verschaffen. So entsteht angesichts der näher rückenden Landtagswahl der Eindruck, dass der saarländischen Landesregierung „das Wasser Oberkante Unterlippe steht“, und  sie politisch sehr angeschlagen ist, so Hartmann. Das gilt insbesondere für die Wirtschaftspolitik, der die großen Erfolge fehlen.Die  geplante Landebahnverlängerung am Flughafen Saarbrücken ist aus Sicht der FREIEN WÄHLER auch  gesellschaftlich nicht durchsetzbar. Die Bevölkerung in den um den Flughafen gelegenen Gemeinden leidet schon heute mehr als genug unter dem Fluglärm. Mehr Lärmschutz wäre dringend geboten. 

Eine Zunahme es Fluglärms durch eine höhere Nutzung des Flughafens, die mit der Verlängerung der Landebahn mit sich bringen wird, übersteigt jedoch die zumutbare Belastung nochmals deutlich. Gerade Bürger in  Bischmisheim und Mandelbachtal,  insbesondere in den Orten  Ommersheim  und Heckendalheim, werden  mit Lärm „von oben und unten“ zugemüllt.

Leben sie doch nicht in der Einflugschneise des Flughafens, sondern leben obendrein noch stark befahrene Bundes- und Landstraßen  unmittelbar vor der

Haustüre, wo das Land seinen Pflichten in Sachen Lärmschutz, die Bürger im Regen sitzen lassen bei der Beseitigung der Altlasten.

Eine Landesregierung, die aus Kostengründen in der Vergangenheit Grundschulen im Land geschlossen hat und den Kommunen im Land angesichts leerer Kassen immer weniger finanzielle Mittel zuweist, muss mit dem Holzhammer gepudert sein, über die Planung und Umsetzung solch eines  sündhaftes, teuren  Bauprojekts zur Sicherung des Bestands des Flughafens Saarbrücken nachzudenken und dieses Vorgehen noch mit dem Hinweis auf die Sicherung der Zukunft des Landes zu legitimieren

 

Statt dessen sollte die Landesregierung  ernsthaft über eine Kooperation mit dem Flughafen Zweibrücken nachdenken. Man sollte gemeinsam die politischen Kräfte im regionalen Raum  bündeln und mit Rheinland-Pfalz in der Region einen bezahlbaren leistungsfähigen Airport auf den Weg bringen.

 

Das Nebeneinander zweier Flughäfen wie Saarbrücken  und Zweibrücken, bei ähnlichen Angeboten und Zielsetzungen, ist darüber hinaus eine tickende Zeitbombe im dicht besiedelten Gebiet. Bürgerinnen und Bürger sind dort ständig zusätzlichen Gefahren ausgesetzt, von denen die Verantwortlichen nichts wissen wollen. Deshalb muss diese unsinnige Flughafenplanung aufgegeben werden, so  Hartmann. 

 

Bleibt nur zu hoffen, dass die Schnaps-Idee der unsinnigen Verlängerung der Start- und Landebahn am Flughafen Saarbrücken im Zuge der weiteren Planung zum Ausbau des Flughafens auf einem qualitativ hohen sachlichen und rechtlichen Niveau geführt wird.

 

Für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen kündigen die FREIEN WÄHLER an der Saar  bereits eine Protestaktion an, so Gerhard  Hartmann.