Mehr Ruhe für lärmgeplagte Bürger

Freie Wähler Mandelbachtal  fordern anwohnerschützende und verkehrspolizeiliche Sofortmaßnahmen.

 

 

(Mandelbachtal)  Die Freien Wähler im Gemeinderat Mandelbachtal haben erneut beim CDU Bürgermeister Kessler beantragt, das Thema Lärmschutz auf die Tagesordnung des Gemeinderates zu setzen.

 

Erneut beantragt die FWG anwohnerschützende und verkehrspolizeiliche Sofortmaßnahmen.  Auch wird erneut  der Einbau von Flüsterasphalt, dem sogenannten OPA ²  in die starkk sanierungsbedürftigen Ortsdurchfahren in der Gemeinde über die zuständigen Stellen eingefordert. Über diesen Antrag muss der Gemeinderat befinden.

 

Bleibt nur zu hoffen, so Gerhard Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, dass der  CDU Bürgermeister diesmal ein Einsehen hat, auch wenn er nach dem Kommunalen Selbstverwaltungs-Gesetz (KSVG) nicht zuständig ist, diesen  wichtigen Punkt durch den Rat  mittels einem gemeinsamen Forderungspapier bei  den zuständigen Stellen einzufordern.

 

Außerdem solle die Gemeinde bei den zuständigen Straßenverkehrsbehörden rasch Abhilfe einfordern um dem stark angestiegen LKW–Verkehr zu begegnen.   In der Wohngemeinde Mandelbachtal  ist eine Gesamtzunahme  von  8,76 Prozent amtlich ermittelt worden.  Einsame Spitze ist der Gemeindebezirk  Ommersheim.

 

Dort  hat sich der Schwerlastverkehr  gegenüber der letzten Verkehrszählung 2000 fast verdoppelt.  Der Lkw-Verkehr legte satte  87% zu! 

 

Bei den Veranstaltungen der FWG – dem kommunalpolitischen Stammtisch -  klagen Bürger immer wieder  über den  Straßenlärm,   insbesondere  über den LKW Verkehr und über Motorräder, die bei schönem Wetter wie die Heuscherecken über das Mandelbachtal herfallen und ein Aufenthalt um die Häuser fast unmöglich machen.

 

Dass Verkehrslärm Bürger nervt und dass sich diesbezüglich etwas ändern muss, hat auch die  FWG Aktion „Den Krach vor der Haustüre messen“ im Jahr 2004 gezeigt.  So wurde mittels eines vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) zur Verfügung gestellten Lärmmesskoffers, der den Krach misst, in Mandelbachtal die Lärmbelastung vor der Haustüre der etwa 3.800 gemeldeten Bürger an den insgesamt 15 Ortsdurchfahrten gemessen.

 

Fraktionschef Gerhard Hartmann: Wir sind der Meinung, dass es Zeit wird rasch Sofortmaßnahmen zu ergreifen.  Wer von den Verantwortlichen  in ihren schallgeschützten Verwaltungsgebäuden anderer Meinung ist,  hat die  prekäre Lage noch nicht verstanden.

 

Die  zunehmende  Belastung mit Emissionen   von „Unten“ und „Oben“ ist dringend auf ein Mindestmaß zum Schutz der Bürger zu minimieren, so Hartmann. Das Problem wurde schon viel zu lange durch die Verantwortlichen ausgesessen. Das  Land hat sich diesbezüglich  1991 aus der Lärmsanierung der Altbestände abgemeldet!

 

Dabei festigt sich der Eindruck bei den  zuständigen Stellen  und auch bei den Parteien im Saarpfalz Kreis auf  „taube“ Ohren zu stoßen!

 

„Augen kann man verschließen, Ohren nicht“, so Hartmann.

 

Es werden daher Sofortmaßnahmen gefordert,  und hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, wie z.B. temporäre Geschwindigkeitsbeschränkung sowie Sperrung von  Straßen, um gerade Bürger an den Ortsdurchfahrten  mehr Ruhe zu geben.