Wann tritt Mandelbachtal auf die Lärmbremse?

 

Freie Wähler fordern Einbau von „offenporigen Asphalt“  (OPA) Flüsterasphalt an den Ortsdurchfahrten in der Gemeinde.

 

(Mandelbachtal)    in der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere in Bayern  wurde in jüngster Zeit Flüsterasphalt als Straßenbelag verwendet, zum Teil als Modellversuch.  So hat Bayern im letzten Jahr begonnen im innerstädtlichen Straßen in einigen Städten den Neuartigen-High-Tech-Asphalt  eingebaut um die  Innenstädte leiser zu machen um Bürger vor dem zunehmenden Straßenlärm zu schützen. Warum nicht auch im Saarland? Seit Jahren wird diese Problematik durch die Fraktion der Freien Wähler in der Öffentlichkeit thematisiert, so  Gerhard Hartmann FWG -Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat.

Nahe an bzw. über den Lärm-Grenzwerten,   insbesondere in den Hauptverkehrszeiten und  in Zeiten der „geschützten“  Nachtruhe,  sind an einigen Ortsdurchfahrten in Mandelbachtal festzustellen.  

 

Daher hat die FWG- Fraktion im Rat den Antrag eingebracht den Bürgermeister zu beauftragen bei den zuständigen  Behörden die Forderung einzuklagen, das zukünftig  im Zuge aktueller und anstehender  Straßensanierungen eine Alternative mit Flüsterasphalt  der Gemeinde vorzulegen ist. Dabei soll insbesondere für die stark befahrenden Ortsdurchfahrten eine Variante in Flüsterasphalt mit Kosten  und  Lärmreduzierung dargestellt werden.

 

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen ( BMVBW)  hat an die Obersten Straßenbehörden der Länder bereits schon Oktober 2004 die Verwendung von OPA  auch an Straßen angeregt, die nicht schnell befahren sind.

 

Der Asphalt der neuen Generation  ist längst kein „ exotischer“ Belag mehr, sondern bei hoher Lärmbelastung Stand der Technik.  Neuste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen auch, das bei niedrigen Geschwindigkeiten die lärmreduzierte Wirkung von OPA  zu einer spürbaren Lärmentastung führe. So werden mit diesem Lüsterasphalt der neuen Generation Lärmpegelminderungen von  mehr als 7 Dezibel erreicht.  Denn 7 Dezibel bedeutet: 10 Autos sehen, nur 2 hören!  Dem verlärmten Gemeindebezirk Ommersheim konnten so ein bisschen  geholfen werden.

 

Der Ort leidet extrem unter der Verkehrslast.  Die jährlich Verkehrsmenge beträgt z.B. in der Saarbrücker Str. (L-107)   2,92 Million  und im Hüttenweg  ( L 245) 1,52 Millionen Kraftfahrzeuge. Die Daten stammen aus dem Jahr  2000. Von Wohnqualität ist  in  den unattraktiven Mandelbachtaler-Ortsdurchfahrten  ist nichts zu sehen und zu spüren, so Hartmann. Trotz der steigenden Energiekosten ist davon auszugehen, dass der Straßenverkehr  weiterhin stetig ansteigt.  Angesichts der prognostizierten Lage  sollte  nachhaltig gegen den zunehmenden Straßenlärm vorgegangen werden um Bürger vor Lärm zu schützen, so die Meinung des Vorsitzenden der  Freien Wähler. 

 

Im Zuge der Investition der Verkehrs-Infrastruktur im Saarland,  im geringen   Neu- und Ausbau sowie die Sanierung und Unterhaltung des saarländischen Straßennetzes sollte nicht wie in gewohnter Manier,   ohne Beteiligung der Bürger, Asphalt in schnellen Ortsdurchfahrten durch die verantwortlichen Stellen eingebaut werden,  sondern zukünftig die  neue Generation des offenporigen Asphalts um Bürger von Straßenlärm zu schützen. Mandelbachtal könnte mit dieser Maßnahme kommunalpolitischer Vorreiter im Saarland werden und  in  der Öffentlichkeit  ein Zeichen setzen!

 

Im Zuge der freiwilligen Sanierung unserer Straßen mit OPA würden zwar Mehrkosten  von ca. 20-25 % entstehen. Der Gewinn  an Lebensqualität für die zahlreichen Anwohner wiegt diese Kosten mehr als auf, so Hartmann.